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Ende Gelände

In Ermangelung weiterer Castor-Transporte, hat sich die Umwelt- und Naturschützerlobby inzwischen darauf verlegt, gegen den braunkohleabbau zu protestieren. Sie halten den Abbau und die Verwertung für anachronistisch, und sieht man sich die Umweltbilanz der Braunkohle an, ist diese Sichtweise nicht ganz unbegründet. Die Aktivisten drücken ihren Protest dadurch aus, dass sie Tagebaue stürmen und diese, oder die für den Abbau benötigten Maschinen besetzen.

In dem hier abgebildeten Fall fand die Stürmung des Tagebaus Welzow-Süd, am 13.05.16 in der Lausitz, einem Abbaugebiet etwa 150km südlich von Berlin, durch eine Gruppe von ca. 600-800 Aktivisten statt, die aus einem Camp in Proschim aufgebrachen. Diese war Teil einer Demonstrationsstrategie, die sich der sogenannten Fingertaktik bediente. Dass funktioniert etwa wie folgt; Es brechen mehrer Protestgruppen in verschiedene Richtungen auf, um so die absichernden Einheiten der Polizei oder des Werkschutzes auseinander zu ziehen, die müssen nun ihre Kräfte aufspalten, um die Demonstranten in Schach zu halten. Dadurch entstehen, nach der Auffassung der Protestierer, Lücken in der Überwachung, durch die sie hindurch schlüpfen können. Eins vorneweg; Das Konzept ist aufgegangen. Einschränkend muss man hinzufügen, dass 1. sowohl die Polizei, als auch der Werkschutz, mit einem regelrecht jämmerlichen Aufgebot, völlig unterbesetzt einer Totalen Übermacht von ungefähr 3000 Aktivisten gegenüber stand und 2. dass man ein Gebiet von etwa 100 quadrat-km Größe sowieso nur unzureichend absichern kann 3. Durfte die Polizei nicht einschreiten, da das Gebiet vom Betreiber nur unzureichend gesichert wurde, und deshalb kein absichtlicher Hausfriedensbruch vorausgesetzt werden konnte, der als einzige juristisch einwandfreihe Handhabe angesehen wurde, um einen Polizeieinsatz zu rechtfertigen.

(Die hier abgebildete Gruppe ist die Gruppe ‚rot‘, die, bei der Vorbesprechung im Basislager in Proschim, festgelegt hatte keine Fotografen oder andere Pressevertreter dabei haben zu wollen, was ich jedoch nicht wusste, da ich bei der Vorbesprechung nicht anwesend war und mich auch danach niemand darauf hinwies. Sie besetzten, nach einem 7 km langen Fußmarsch durch eine Mondlandschaft einen Schaufelradbagger, der anscheinend gerade umgesetzt werden sollte.)

ende gelaende, michael körner

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