refugee camp idomeni

Idomeni

Am Grenzübergang von Griechenland zu Mazedonien stauen sich die Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Bangladesch, Afgahnistan, Pakistan u.a. Staaten des nahen Ostens. Die Grenze zu Mazedonien ist mit einem Stacheldrahtzaun versperrt. Täglich wird nur etwa 200-450 Flüchtlingen erlaubt, die Grenze zu passieren. Im Flüchtlingslager selbst kommen jedoch täglich über Tausend dazu. Brennmaterial wird knapp. Überall in der Umgebung sieht man Menschen nach Holz oder Nahrung suchen. Holz ist die einzige Möglichkeit sich an den empfindlich kalten Abenden warm zu halten. Zumal Nahrung ebenfalls knapp ist. Die offiziellen Rationen reichen oft nicht aus. Zum Glück der Flüchtlinge helfen viele Griechen aus der Gegend mit Dingen aus, die sie entbehren können. Mit Brot, warmer Kleidung, Kochgeschirr oder Brennholz. Oft ist es nur wenig; aber selbst das Wenige hilft. Dazu kommen noch verschiedene Hilfsorganisationen – häufig privat organisiert – die zusätzliches Essen verteilen, oder Verrsorgungsgüter im größeren Umkreis organiesieren. Freiwillige Ärzte behandeln kleinere Blessuren und Krankheiten vor Ort. Es gibt jedoch auch Mancheinen, der mit den Flüchtlingen Geld verdienen will. So hatte ein ortsansässiger Bauer erst versucht die Zelte auf seinem Acker mit einem Traktor einzureissen und als er daran durch Flüchtlinge, angagierte Journalisten und Vertreter der anwesenden Hilfsorganisationen gehindert wurde, tauchte er kurze Zeit später mit einem Kantinenwagen auf um z.B. Kartoffelchips und Croissants mit Schokofüllung (Also alles aus der Nahrungsgruppe ‚FETT und ZUCKER‘), zu völlig überteuerten Preisen, an die Flüchtlinge zu verkaufen. Da er zudem noch sehr mitteilungsbedürftig war und jedem Journalisten der fragte, großzügig Interviews gewährte, ließ die Steuerfahandung nicht lange auf sich warten und machte seinen Laden dicht. Doch auch das verbessert die Lage nicht.

Viele der Flüchtlinge, sind mit der gesamten Familie unterwegs. Dazu gehören alte Leute und viele – sehr viele – kleine Kinder. Die hygienischen Verhältnisse sind höchst bedenklich. Für die inzwischen über 13 000 Menschen stehen zwar transportable Toilettehäuschen zur verfügunge, aber eben auch nur sehr wenige Waschgelegenheiten.

Die Stimmung im Camp schwankt ständig zwischen Apathie und Gereiztheit, die sich häufig an Kleinigkeiten entlädt. Man spürt das Bemühen, einen zumindest halbwegs funktionierenden Alltag zu generieren, aber allzuhäufig misslingt dies. Nicht zuletzt deshalb, weil man für Alles mehrere Stunden anstehen muss: Für Essen; für die nötigen Papiere; oder einfach nur dafür, sich waschen zu können. Dazu regnet es zur Zeit häufig und das verwandelt den Acker, auf dem die Zelte stehen, schnell in einen Schlammplatz.

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Photo: michael körner  Photo: michael körner  Photo: michael körner

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