Nepal

Nepal

nach dem Erdbeben von 2014

Stellen Sie sich vor, Sie müssten eine 1 km hohe Treppe hinauf steigen… Genau das müssen sie nämlich tun, wenn sie von Sunderigal nach Chisopani wollen. Dafür brauchen Sie nur etwa 8 verschwitzte Stunden Ihres Lebens zu opfern. Für einen unfitten nicht-Bergsteiger wie mich, war das jedenfalls eine preisverdächtig kurze Zeit. Außerdem versprach es die Aussicht auf den schlimmsten Muskelkater meines Lebens. Der dann jedoch, zu meiner größten Verwunderung, ausblieb.

Wenn Sie dann auf 2300m angekommen sind, bietet sich Ihnen zwar ein wunderschönes Bergpanorama, aber ich würde fast wetten, dass Sie es links liegen lassen, angesichts der psychedelisch anmutenden Trümmerlandschaft, in der Sie stehen werden. Das Nächste was Sie mit Sicherheit tun wollen, ist sich ein Hotel suchen, denn Sie haben das dringende Bedürfnis sich hinzulegen.

   

Sunderigal und Chisopani sind zwei Dörfer, die die erste Etappe des Langtang-Trails markieren. Und die Suche nach einem Hotel dürfte sich für Sie als nicht all zu schwierig herausstellen. Denn alle Häuser, bis auf einen Militärposten, sind Hotels, bzw. waren einst welche.

Ich entschied mich spontan für das Shangbola Hotel, da es meiner Position, an der ich gleich zusammenbrechen würde, am nächsten lag. Es war eine langgezogene Bretterbaracke, mit Außenklo und sehr kaltem Wasser zum waschen. Dort bezog ich ein Zimmer und nahm im Schankraum mein tägliches Dal Bhat ein: Mit Hühnchen natürlich! Denn der Ruf eines Touristen verpflichtet

Nachdem ich dann einigermaßen ausgeruht und akklimatisiert war, funktionierte mein Verstand auch wieder soweit, dass ich die Trümmerlandschaft ringsumher nicht mehr nur als Kulisse wahrnahm, sondern mir des Dramas bewusst wurde, dass ihr Vorhandensein bedeutete. Dieses Dorf wurde von dem großen Beben 2014 vollständig zerstört. Und was hier an intakten Gebäuden stand, waren Neubauten. Meist handelte es sich dabei um eilig errichtete Hotels im schon erwähnten Barackenstil.

6 Menschen verloren hier ihr Leben. Darunter 3 Touristen aus Kathmandu.

An meinem Tisch saß der Besitzer dieses Hotels, Santu Lama, und erledigte wichtige Dinge an seinem Smartphone, was die Unterhaltung mit ihm einigermaßen schwierig gestaltete. Man könnte sogar soweit gehen zu sagen, es war unmöglich ein Gespräch zu führen. Er benahm sich regelrecht… abweisend. Als würde er in seinem Wohnzimmer sitzen und – privat ist nun mal privat – sich nur um seinen Kram kümmern, und ich säße eben auch hier und sein Kram ginge mich nichts an.

Schaute man sich dann aber mal genau im Schankraum um, stellte man schnell fest, das hier war tatsächlich sein Wohnzimmer und sein Kram ging mich tatsächlich nichts an. All die Habseligkeiten der Familie, waren an den Wänden aufgestapelt; Kleidung, Familienfotos, Zierrat, die Hausbar, Spielzeug für die Kinder und was sich sonst noch so ansammelt, wenn man irgendwo lebt. Auf dem Bett neben dem Küchentresen räkelten sich seine zwei Kinder und beschäftigten sich mit ihren eigenen Smartphones oder Tablett-Pc’s. Die Ehefrau sowie die Mutter des Betreibers hantierten in der Küche. Plötzlich fühlte ich mich wie ein Eindringling! Da fragt man sich natürlich unweigerlich, wie man als souveräner, weltgewandter Reisender mit einer solchen Situation umgeht und neigte ebenso natürlich zu dem einzig vernünftigen Lösungsansatz, der sich für einen peinlich berührten Mitteleuropäer in dieser Situation anbietet: Man ignorierte diesen Umstand so gut es geht.

Irgendwann war er fertig mit den wichtigen Dingen, die sein Smartphone betrafen… und dann recht erstaunt darüber, dass ein Journalist aus Deutschland, sich für ihn oder Chisopani interessierte. Trotzdem erklärte er sich bereit mit mir über das Beben und seine Folgen zu reden.

Davor habe er ein richtiges Hotel besessen. Ein richtiges Haus. Er deutete niedergeschlagen auf eine Fototafel, die es zeigte. Es war ein lachsfarbenes Betonhaus mit vier Etagen zu sehen. Nicht schön aber ganz neu. Gleich daneben ein Bild, dass das selbe Haus, nach dem Beben, um die untere Etage verkürzt zeigte. Und dann noch ein Foto auf dem sein jetziges Domizil zu sehen war.

Er berichtete, seine Mutter hatte sich zum Zeitpunkt des Bebens im Haus aufgehalten. Sie schlief in der zweiten Etage, in ihrem Zimmer. Er war nach den ersten schweren Erdstößen sofort nach Hause geeilt und sei durch ein zerbrochenes Fenster in sein eigenes Hotel eingestiegen. Seine Mutter befand sich immer noch in ihrem Zimmer, von ein paar leichten Blessuren abgesehen unverletzt. So konnte er sie durch eine eingestürzten Außenwand nach draußen in Sicherheit bringen.

Seine Kinder waren an diesem Tag zum Glück in der Schule, denn die hielten sich immer gern im Eingangsbereich des Hotels auf, der nun unter der Last der oberen drei Etagen zusammengebrochen war. Nach dem ersten Schock machten seine Familie und er sich daran zu retten, was an Hausrat und Einrichtung zu retten war…

   

Das war nun ca. zwei Jahre her. Inzwischen hatten seine Familie und er das hier gebaut. Seine Hand bewegte sich in einer knappen Geste und machte damit deutlich; All das hier! Er sah sich, mit skeptisch zusammengekniffenen Augen um, um zu kontrollieren, was seine Hand gemeint hatte und verzog ein Bißchen das Gesicht. Offenbar war das auch nach seinen Maßstäben nicht sehr viel. Dann zuckte er mit den Schultern und sagte „…aber ich kann damit wenigstens meine Familie ernähren.“

Gehen wir zurück zum 25.04.2015. Ein Beben der stärke 7,9 erschütterte um 11:56 Uhr Ortszeit den Himalayastaat. Über mehrere Tage kommt es zu schweren Nachbeben. Viele Menschen verloren ihr Leben. Viele Weitere ihr zu Hause. Andere ihre Gesundheit oder Angehörige. Diese Naturkatastrophe hat Nepal in seinen Grundfesten erschüttert. Nicht nur in physikalischer Hinsicht. Es erschütterte auch das Selbstverständnis der Menschen hier. Man spürt bei den Leuten, mit denen man heute über das Ereignis spricht, sofort die Dünnhäutigkeit hinter der lächelnden Fassade: Eine aus dem Entsetzen geronnene Fassungslosigkeit, mit der sie nicht so recht umzugehen wissen … und oft lachen sie einfach darüber. Es ginge wohl jedem Menschen so, der von einer ebenso totalen wie indifferenten Naturgewalt getroffen würde. Sehr viel mehr, als ein fatalistischer Humor, bleibt einem ja meist nicht, wenn man nur mit dem Leben und den Kleidern am Leib davongekommen ist. ( Dabei natürlich immer ein gewisses Grundverständnis von Humor vorausgesetzt. )

   

Die Gesellschaft als Einheit findet indes langsam zu einer grundlegenden Normalität zurück. Nichtsdestotrotz hat das Beben Narben, Verunsicherung und Schaden hinterlassen.

Nehmen wir die Altstadt von Bhaktapur als Beispiel: Immerhin Weltkulturerbe der UNESCO. Dort war der Schaden an den Häusern Überdurchschnittlich hoch. Laut Aussage des bekannten, einheimischen Architekten Rabindra Puri, sind von den alten Häusern zwar nur etwa 10 – 15% unwiederbringlich zerstört. Beschädigt wurden hingegen 85 – 90%. Davon ist ein großer Teil unbewohnbar und wird nach und nach abgerissen. Was soviel heißt wie, dass sich die Zerstörung fortsetzt. Vor Allem büßten die historischen Häuser ihre wunderschönen, ziegelgedeckten Satteldächer ein, die das Stadtbild bisher geprägt hatten. Die wurden schnell durch Wellblech-Flachdächer ersetzt. Es gibt so gut wie keine Dachstühle und Giebel mehr. Und oft bildet eine einfache Bauplane den Ersatz für eine eingestürzte Außenwand.

   

Die Regierung leistete allen Geschädigten, die urkundlich nachweisen konnten, dass ein zerstörtes Haus in ihrem Besitz war, eine einmalige Soforthilfe von 15,000,- nepalesischen Rupien. Das entspricht dem Gegenwert von etwa 130,- Euro. Knapp drei Monatsgehälter. Hier wird nämlich das Brutto-Pro-Kopf-Einkommen mit etwa 635,- Euro pro Jahr veranschlagt. Mit der Auszahlung der, von der internationalen Staatengemeinschaft dem Land zur Verfügung gestellten 3,9 milliarden Euro Hilfsgelder, tat sich die Regierung jedoch bisher schwer. Nach offiziellen Bekundungen wegen des Fehlens der dafür nötigen Infrastruktur. Doch auch diese Gelder finden seit Kurzem ihren Weg zu den Geschädigten. Und die Summe, beläuft sich diesmal auf durchschnittlich 450,000,- NRn (3,578,- Euro). Das ist für Unsereinen immer noch nicht Viel, aber für einen Nepalesen ein kleines Vermögen.

Bei einem Gang durch die am stärksten in Mitleidenschaft gezogenen Viertel, stellt man schnell fest, dass diese Stadt gleich mit mehreren Desaster Areas aufwarten kann. Ganze Häuserblöcke und Straßenzüge sind dem Erdboden gleich gemacht. Führt man sich die ungeheuerliche Gewalt vor Augen, die hier gewirkt hat, fällt einem nur eine Metapher ein, die dem Bild der Zerstörung gerecht wird. Und zwar die einer wunderschönen Frau, der man die Zähne eingeschlagen hat.

   

Die noch verbliebenen Trümmer sind meist von sattem Grün überwuchert, das dem Ereignis, das vor nicht einmal zwei Jahren stattfand, den Anschein von ferner Vergangenheit verleiht. Aber die Vergangenheit ist noch sehr nahe, denn ein nicht geringer Teil der obdachlos-Gewordenen wohnt immer noch in Barackensiedlungen aus Wellblech, oder in Zeltstädten der großen Hilfsorganisationen, die hier mach dem Beben aktiv waren. Und Viele von ihnen werden auch weiter dort wohnen. Weil nicht jeder nachweisen kann, dass das Haus, das er bewohnt hatte, ihm gehörte und somit kein Anrecht auf Entschädigung hat.

Und dennoch, überall in der Stadt wird gebaut. Meistens auf eigene Faust und ohne all zu großen Wert auf die Erdbebensicherheit zu legen. Allerorten liegt Armierungsstahl, Schotter und Kies am Wegesrand. Jeder der es sich leisten kann baut. Allerdings muss man auch anmerken, nur die Wenigsten bauen schön. Zement und Wellblech sind das Baumaterial allererster Wahl. Das, was den Charme der Stadt einst ausgemacht hat, ist nun entweder vom Erdbeben zerstört worden, oder wird nach und nach durch Häuser in moderner Kastenbauweise ersetzt. Im Grunde kann man es den Menschen weder verdenken noch vorwerfen, denn nach dem Beben stiegen die Preise für Baumaterial rasant an. So erklärte es mir der in Dortmund arbeitende Statik- und Bauingenieur Dirk Wittler. Er meint, dass die Preise für Zement inzwischen um den Faktor 2,5 und für Kies und Ziegelsteine sogar um den Faktor 5 gestiegen seien. Tendenz steigend. Da baut man in einem armen Land, in dem man oft nie weiß, wie man überhaupt an die nötigen Mittel kommt, natürlich nur so, wie es einem finanziell möglich ist. Und vor die Wahl gestellt, ob man sich ein neues Wellblechdach über dem Kopf baut, das zwar hässlich aber billig ist, oder sich eine Prachtvilla nicht baut – weil schlichtweg unerschwinglich – wird man sich wohl oder übel für Alternative A entscheiden. Denn eigentlich liegt doch die Frage, ob es da überhaupt eine Wahl zu treffen gilt, außerhalb jedes geistig gesunden Denkansatzes.

   

Nicht wenige Aufbauprojekte wurden indes mit privaten Spenden finanziert. Auch sind viele große und kleine Hilfsorganisationen im Land aktiv. Ihnen ist es in weiten Teilen zu verdanken, dass die öffentliche Infrastruktur nicht vollends zusammengebrochen ist. Schulen, religiöse Einrichtungen oder auch Kulturdenkmäler können oft nur durch das Engagement dieser Organisationen und privater Mäzenen wieder errichtet werden. Die Menschen hier sind dankbar für diese Hilfe. Sie sind praktisch dankbar für jede Hilfe. Und nach der anfänglichen Skepsis nehmen die Nepalesen sogar die Hilfe zur Selbsthilfe als Hilfe wahr.

Manchmal sind es nur lose verknüpfte Privatpersonen, die hier ihren Anteil leisten. Sie kommen aus allen Teilen der Welt und haben sich über das Internet kennengelernt und vernetzt. Viele von ihnen sind eingeschworene Nepal-Fans, die sich persönlich einbringen wollen. Diese Helfer agieren häufig auf inoffiziellen Wegen, weil sie den Beamten hier nicht trauen. Man muss leider sagen zu recht. Korruption ist an der Tagesordnung. Und überall wo Geld fließt gibt es korrupte Beamte, die sich ihren Teil davon abzweigen wollen.

Manche umgehen aus diesem Grund die staatlichen Behörden, in dem sie bereits vorhandene Hilfsprojekte direkt finanzieren, wie z.B. die studierte Bauingenieurin Nina Schillberg. Sie betreibt normalerweise mit ihrem Mann ein Restaurant auf Mallorca und kann wohl zu recht den Nepal-Fans zugeordnet werden. Auf ihre Initiative hin, hatte sich damals auch der Statiker Dirk Wittler nach dem Beben aufgemacht, um sich zu engagieren. Der war nach der Naturkatastrophe kurzerhand nach Nepal gefahren und hatte dem geschundenen Land sein Fachwissen zur Verfügung gestellt. Es wurde dankbar angenommen. Er beging mit Regierungsvertretern geschädigte Häuser, um deren statische Integrität zu untersuchen.

Beide haben sich anfangs über das Internet mit Gleichgesinnten vernetzt und unterstützen nun unter Anderem ein Projekt, das ursprünglich eine für wirtschaftlich benachteiligte Kinder konzipierte Schule im Stil eines Internats war. Nach der Katastrophe nahm Iswor Jobhi, der das ‚Kinderhaus Bhaktapur‘ (sic.) leitet und betreibt, mehrere Kinder auf, die durch das Beben ihre Angehörigen verloren hatten und gab ihnen so ein neues zu Hause. Die Schule dient inzwischen 28 Schülern, zwischen 7 und 15 Jahren, als Heimstadt. Das Schulgeld für ein Kind, beträgt auf ein Jahr gerechnet ca. 200,- Euro. Nina S. sammelt dafür in Deutschland Spenden ein, setzt sich dann in einen Flieger, und bringt es persönlich vorbei. Oder sie beauftragt Jemanden damit, der Nepal sowieso schon immer mal besuchen wollte, bisher aber noch keinen triftigen Grund sah, seinen faulen Hintern aus dem Sessel zu wuchten. Und zu helfen ist doch ein schöner Grund… dafür!

Und so wird ein zwar nicht ganz neues, aber doch recht ungewöhnliches Konzept neben das offizielle Spendensystems installiert, und zwar das des persönlichen Kontakts. Ein Unikum, möchte man meinen. Ist es aber nicht. Es gibt viele Andere, die es genauso handhaben. Und es funktioniert. Wahrscheinlich aus dem einfachen Grund, weil ein Schicksal, von dem man nur über ein unpersönliches Medium erfährt, bei weitem nicht so eindringlich auf einen wirkt, wie die direkte Konfrontation mit dem Grauen und seinen Opfern. Es hält viele Menschen bei der Stange, die sich sonst in ihrem Sessel zurückgelehnt hätten, nachdem sie per App oder Onlinebanking einen diffusen Gewissensbetrag entrichtet und sich schon nach Kurzem einer anderen „Sache“ zugewandt hätten. Es sorgt dafür, dass sie ein fremdes Schicksal zu ihrem persönlichen Anliegen machen. Außerdem wird auf diese Weise gewährleistet, dass wirklich das ganze Geld, dort ankommt, wo es gebraucht wird.

Was die Todesopfer angeht, gehört Bhaktapur, prozentual gesehen, zu den weniger geschädigten Gemeinden des betroffenen Gebietes. Aber das ist nur Statistik. Und Statistik ist … na ja, eben nur Statistik! Ist das Leid einer Familie, die Angehörige verloren hat, kleiner weil sie weiß, dass anderswo, prozentual gesehen, mehr Menschen gestorben sind? Wohl kaum.

Hier waren etwa 300 Tote zu beklagen. Bei einer Einwohnerzahl von knapp 81 000 Menschen, kannte hier jeder irgendwen, der gestorben ist, verletzt wurde oder sein Zu Hause verloren hat. Aber das Leben geht weiter. Die Lebenden trauern. Und dann kümmern man sich wieder um die Angelegenheiten, die die Lebenden betreffen. So war es schon immer.

Am Ende sitze ich wieder in Chisopani am Tisch im Wohnzimmer/Schankraum von Santu Lama. Er und seine Frau Hira schlafen seit dem Beben in den nicht gebuchten Zimmern, ihres eilig zusammen gezimmerten Ersatz-Hotels.

Hier kann man die Sonne am Morgen, auf dem Bett liegend, in den Lücken zwischen den Brettern aufgehen sehen.

Die Regierung hat ihm 300,000,- Rupien in Aussicht gestellt, wenn er sich ein neues Hotel bauen will. Er benötigt aber ca. 20,000,000,- Nrn. für den Wiederaufbau seines eingestürzten Hauses, sagt er. Wie er den Neuaufbau bewerkstelligen soll ist ihm aber bisher schleierhaft…

Seine zwei Kinder teilen sich indes mit Oma ein Bett im Schankraum der Herberge.

Aber eigentlich hat die Familie keinen Grund zur Klage. Sie sind alle mit dem Leben davon gekommen und sie haben, mit den Touristen die hier durch kommen, zumindest eine Einkommensquelle.

Auf meine Frage, warum denn dieses schiefe Hotel da draußen bisher noch nicht abgerissen wurde, schließlich sei es doch einigermaßen gefährlich es einfach so mitten im Dorf stehen zu lassen. Es wird ja ganz sicher irgendwann umkippen oder einstürzen und könnte dabei Leute verletzen, antwortete er nur etwas ausweichend „Na ja, der Handymast funktioniert noch…“ und dann „Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass mein Haus gerade mal ein halbes Jahr fertig war, als es eingestürzt ist?“ Dann schüttelt er den Kopf und lacht.

Nein, hatte er nicht.

Text/Fotos: Michael Körner